Demonstration für Demokratie, Menschlichkeit und Vielfalt

Mehr als 4.000 Menschen haben sich am Samstag, dem 10. Februar um 11.55 Uhr auf den Malzmüllerwiesen in Itzehoe versammelt. Sie alle sind gekommen, um an der Demonstration für „Demokratie, Menschlichkeit und Vielfalt“ teilzunehmen.
Sie tragen selbst gestaltete, kreative Plakate, auf denen sie ihre Haltung gegen Rechtsextremismus und für ein Leben in Demokratie und Freiheit zum Ausdruck gebracht haben. Menschen aller Altersgruppen sind dem Aufruf eines Bündnisses, bestehend aus sozialen Organisationen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und der Wirtschaft gefolgt, die zu dieser Veranstaltung gemeinsam aufgerufen hatten. Das Bündnis wurde auf Initiative unseres Kreisverbandes zusammen mit SPD, CDU, FDP, der Linken und deren Jungorganisationen auf den Weg gebracht.
Kurz vor dem Bahnhof Itzehoe wird der Demonstrationszug von der begleitenden Polizei, angehalten. Da sehr viele Menschen die Malzmüllerwiesen noch nicht verlassen konnten, droht der Zug geteilt zu werden.

Dieses beeindruckende Luftbild zeigt die Länge des Demonstrationszuges auf der Adenauerallee.

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme einer großen Demonstration in Itzehoe. Eine lange Menschenmenge marschiert geordnet durch die Straßen, die von dicht bebauten urbanen Strukturen mit einer Mischung aus Wohn- und Geschäftshäusern gesäumt sind.  Unten rechts ist der Bahnhof von Itzehoe erkennbar.
Foto: Frank Kossiski
Foto: Frank Kossiski

Die Menschen, die zuerst am Ausgangspunkt zurück sind, müssen noch lange warten, bis sich alle Demonstranten wieder vor der Bühne versammelt haben. Zwei Musiker vertreiben ihnen die Zeit mit 70er Jahre Rock und Blues.

Für die Abschlusskundgebung haben die Organisator*innen sechs Redner*innen gewonnen, die sehr authentisch aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln ihrer Vergangenheit und Gegenwart auch zum Ausdruck brachten, welche Erfahrungen sie selbst sowohl im Privat- als auch Arbeitsleben mit Ausländerfeindlichkeit, Ausgrenzung und Anfeindungen erlebt haben.

Es sprachen in der Reihenfolge:

  • Michael Legband, Journalist und Autor
  • Ralf Hoppe, Bürgermeister von Itzehoe
  • Heike Reese, GEW Steinburg
  • Ken Blöcker, Unternehmensverband Unterelbe
  • Lilly Sarzio, Verein Anders? = Anders!
  • Steffen Paar, Propst im ev.-luth. Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Die Veranstaltung war ein voller Gewinn für unsere Demokratie, für ein Leben in Freiheit und ein beruhigendes Gefühl, dass es hier im Kreis Steinburg so viele Menschen gibt, und wahrscheinlich noch viele mehr, die kein rechtsextremistisches Gedankengut in sich tragen.
Das macht Mut!


Ulrike Lahrmann