Ist der Bau der A20 noch zeitgemäß?

Diese Frage wurde am 13.05 in Horst unter Moderation von Brigit Asmus-Mrozek kontrovers diskutiert. Eingeladen zu dieser Veranstaltung haben die Grünen Horst-Herzhorn. Mit dabei war Nelly Waldeck (Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen SH) und rund 40 Gäste aus dem Umland. Diskutiert wurden vor allem die Hintergründe und Folgen des Baus der Autobahn 20. Die Elmshorner Nachrichten berichteten zu dieser Veranstaltung am 18. Mai 2026. So wird in dem Artikel unter anderem darüber berichtet, wie der Bau der Autobahn neben der lokalen Zerstörung von wertvollen Lebensräumen und Moorgebieten auch zu großen Umweltschäden im gesamten Umland führt. Der für den Bau benötigte Sand werde durch großflächige Sprülvorgänge angeschwämmt. Die dafür benötigten enormen Wassermengen müssen aus den Wettern des gesamten Umlands entnommen werden, sodass irreperable Schäden in diesem Lebensraum zu befürchten sind. Darüber ist eine große Belastung der Anwohner durch die Baumaßnahmen und den späteren Betrieb zu erwarten.

Zur Lösung existenter Verkehrsprobleme am Elbtunnel führt der Bau der geplanten Autobahn dabei nach Ansicht von Nelly Waldeck nicht. Stattdessen belaste der Bau den Haushalt langfristig, während Gelder für den deutlich zielführenderen Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs gestrichen werden. Als alternative Lösung für den Straßenverkehr bevorzuge sie daher die Sanierung und den Ausbau bereits bestehender Bundesstraßen sowie die Stärkung der bestehenden Fähverbindung Glückstadt-Wischhafen.